Der Schmuck des Mittelalters
Und wo kann man diese Symboliken besser sehen als auf den Repliken keltischen Schmucks und Wikingerschmucks.
Teilweise aufwendig selber gegossen vom Bronzegiesser oder mundgelötet vom Goldschmied, teilweise in weniger aufwendigen Verfahren hergestellt und zum Verkauf angeboten, sind die meisten Schmuckstücke originalen Funden aus dem skandinavischen und keltischen Raum nachempfunden. Denn natürlich wurde auch schon im Mittelalter Schmuck getragen, um seine Individualität auszudrücken.
Da prangen keltische Triskelen, dem Symbol der Dreiheit, neben keltischen Endlosknoten, dem Symbol der Unendlichkeit, auf vielerlei Art und Weyse auf dem Schmuck. Der beliebte Thors Hammer, das Zeichen des höchsten Gottes der Nordmänner und die Irmensäule, Irminsul, das höchsten religiöse Symbol der Altsachsen, werden feilgeboten und vom modernen Wikinger und Sachsen stolz getragen. Dies ist vielleicht auch ein kleiner Hinweis auf die Abwendung vom modernen Christentum und Zuwendung zu alten Religionen und Göttern. Und, wem kann man es in der heutigen Zeit verdenken? Skandale, Fehlentscheidungen und das Festhalten an längst überholten Paradigmen lassen die katholische Kirche in der modernen Zeit nicht immer im besten Licht erscheinen.
Die Zuwendung zu alten Religionen, mit ihren Festtagen wie Julfest und Beltaine, welche vor hunderten von Jahren (In der Menscheitsgeschichte ein sehr kleiner Zeitraum) durch das Christentum zwangsweise verdrängt und unterdrückt wurden, mag da nur ein logischer Schrit sein.
Aber auch ohne religiöse Hintergedanken ist mittelalterlicher Schmuck mit nordischen und keltischen Symbolen ein besonderer Schmuck für jede Gelegenheit. Nicht umsonst galten die Kelten zum Beispiel als eine Kultur mit sehr ausgeprägten und weit entwickelten handwerklichen Fähigkeiten, was sich in Kunst, Architektur und auch bei den Schmuckstücken bemerkbar machte.